Projekte 

Projekt : Christentum, Judentum, Islam - drei Zweigen eines Baumes

Zu den wesentlichen Themen aller Integrationsmaßnahmen gehört der Umgang mit den Religionen und der Religionsfreiheit in Deutschland. Mehrere Jahrhunderte wurde Deutschland überwiegend durch das Christentum (katholisch/evangelisch) geprägt. Aber auch Synagogen gehörten in vielen Orten zum Stadtbild. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts kommen immer mehr Moslems nach Deutschland. Diese drei wichtigen Religionen nehmen ihren Ursprung aus einem Ort - Jerusalem. Oft ist den Lernenden nicht bewusst, wie viele Gemeinsamkeiten die drei Religionen aufweisen.

Im vorliegenden Projekt können die Lernenden in praxisorientierter Form auf sowohl sprachliche als auch landeskundliche Entdeckungsreise gehen. Das Projekt wurde im Integrationszentrum Essener Gymnasien 2018 erfolgreich durchgeführt.


Foto: Die Projektleiterin, Frau Silke Schuch, und der Leiter des Museums "Alte Synagoge Essen", Dr. Kaufmann, besprechen den Ablauf des Projekts.


Projektdauer:

6 - 18 Stunden (je nach Möglichkeiten der Schule und der Einbeziehung der unterschiedlichen Fachschaften)

Projektziele:

·         den Lernenden von verschiedenen Konfessionen ermöglichen, sich über die Bedeutung und Besonderheiten der drei wichtigsten Glaubensrichtungen der Welt zu informieren;

·         den Blickwinkel über die Zusammenhänge der Religion und der nationalen Tradition zu erweitern;

·         Stereotypen abzubauen;

·         interkulturelle Akzeptanz zu entwickeln, sozio-kulturelle Kompetenz der Lernenden zu erweitern;

·         das Gemeinsame der drei Weltregionen zu verdeutlichen.

Teilnehmer:

Schüler und Schülerinnen der Klassen 6 - 8 (12-15 Jahre) mit hohem Anteil an neu zugewanderten Schüler und Schülerinnen

Material:

Foto/ Videokamera, buntes Papier (DIN A 1/DIN A 4), Kleber, Buntstifte, Scheren

Zahl der Unterrichtsstunden :

12 / 18 Stunden:

Je nach Leistungsniveau und Klassenstärke kann die Lehrperson selbst entscheiden, wieviel Stunden für die eine oder andere Einheit zu planen sind.

Lexik :

die Kirche, die Synagoge, die Moschee, die Glaubensrichtung, das Kirchenfest, Weihnachten, Ostern, die Fastenzeit, katholisch, evangelisch, orthodox, jüdisch, moslemisch, besuchen, beten, ( sich) verbreiten, feiern, sich versammeln, sich beschäftigen, zuhören, teilnehmen, stattfinden, beichten, fasten, spenden, Gott, der Engel, die/der Heilige, das Heiligtum, der Priester/der Pfarrer, die Orgel, die Ikone, die Messe, der Prophet, heilig, verschieden, besonders, kirchlich, festlich, feierlich, die Tradition, christliche Symbole


Grammatik:

trennbare Verben, Reflexivverben

Projektverlauf

1. Schritt:

Die Projektthemen werden verlost. Dafür werden die Schüler in Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe recherchiert für ein bestimmtes Thema, so dass am Ende des Projekts möglichst viel Information gesammelt und ausgetauscht wird.

Es kann z. B. um folgende Projektthemen gehen:

- Entstehung des Christentums

- Traditionen und Feste der Christen in Deutschland

- Glaubensrichtungen im Christentum

- Die Heiligen im Christentum

- Die Entstehung des Judentums

- Gebete bei Christen und Juden

- Jüdische Gerichte

- Jüdische Zentren in Europa

- Die Verbreitung des Islam

- Mohammed - Prophet Gottes

- Ramadan - was ist das?

- Verschiedene Glaubensrichtungen im Islam

Selbstverständlich kann die Lehrkraft auch andere Projektthemen zusammen mit den Lernenden aussuchen, die den Interessen der Lerngruppe und dem Lernniveau entsprechen.

2. Schritt

Auf der Karte der Stadt (des Wohnortes, z. B. Essen) finden die Lernenden die Gebäude, die die wichtigsten Orte für jede Konfession sind, z. b. Münsterkirche und das Museum "die alte Synagoge", Moschee in Essen-Altendorf und markieren sie mit einem bunten Punkt. Die Gruppen suchen im Internet entsprechende Informationen zu den Zielen aus. Darüber werden von den Gruppen die PPTs vorbereitet. Dorthin geht dann auch später die Exkursion. (Foto: Karte der Stadt Essen)


3. Schritt

Thema : Christen und christliche Tradition in Deutschland und Europa

Als Einstieg und zur Einführung der Lexik kann man kurze adaptierte Texte oder Lernfilme benutzen, die die Grundlage für die Kompetenzerweiterung der Lernenden in diesem Bereich bilden (z.B. verschiedene Varianten der "Illustrierten Bibel")

Besuch einer Kirche (der Münsterkirche Essen und des Museums)

Bei dem Besuch einer Kirche ist es sinnvoll, sowohl auf die interessantesten Aspekte im Bereich Architektur (Räume, Fensterbilder, Ikonen, Plastiken, Reliquien) als auch das Kirchenleben (Messen, Feste, Beichtgeheimnis) in Deutschland zu achten.

Oft werden in den Kirchen Exkursionen für die Lernenden angeboten. Meistens werden sie von professionellen Fremdenführern durchgeführt.

Das Nachteil dieser geleiteten Führungen besteht darin, dass sie meistens zu lange dauern, der Fremdenführer nur bestimmte Exponate zeigt und die Sprache zu kompliziert ist. Die Konzentrationsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen lässt deshalb schnell nach und das macht den Besuch der Kirche manchmal langweilig und unattraktiv.

Wenn die Lehrkraft vorher mit den Schülern und Schülerinnen den Besuch vorbereitet und mit der zuständigen Person vor Ort solch einen Besuch abspricht, (in manchen Kirchen ist das Fotografieren nicht gestattet, deshalb braucht man eine Sondergenehmigung für Lernzwecke) kann man diese Exkursion wesentlich effizienter gestalten. Dabei machen die Lernenden möglichst viele Fotos mit den Handykameras, damit sie sich in der Klasse noch mal vor Augen führen, was ihnen besonders aufgefallen war und was bei der Gestaltung der PPT thematisiert werden kann.

zum Beispiel :

Der Lehrer/ die Lehrerin stellt selber bestimmte besondere Orte in der Kirche vor(Altar, Krypta, Grabsteine, Kruzifix, Wandbilder, Ikonen, Skulpturen usw.) und zieht die Lernenden mit ins vorbereitete Gespräch ein: Wisst Ihr, welche Bedeutung ein Altar hat? Wo steht der Priester während der Predigt? Wer weiß, wann diese Kirche gebaut wurde? Warum hat man die Wände in einer Kirche so dick gemacht? Was ist eine Orgel? Was machen die Christen in einer Kirche - beten, feiern, beichten, singen, über ihre Probleme sprechen ? usw.

Im Kreuzgang der katholischen Kirchen haben die Architekten früher oft ein kleines im Stein gemeißeltes Tier versteckt(einen Löwen, einen Hahn, eine Katze oder eine Maus). Wenn man die Lernenden nach solch einem Tier suchen lässt, bringt das auch Bewegung und Motivation in das Unterrichtsgeschehen und lässt so die anderen Gegenstände genauer erkunden.

Zu Hause schreiben die Lernenden eine Zusammenfassung (7-15 Sätze zum Thema "Das weiß ich jetzt über die Kirche in Deutschland") und erstellen einen Gruppenbericht mit Fotos als PPT. (Foto: Münsterkirche Essen)


4. Schritt

Thema : Erkundung des jüdischen Lebens in Deutschland

 

Um das Thema möglichst anschaulich zu gestalten, bietet sich an, einen Besuch der nächst gelegenen Synagoge zu planen. In Essen gibt es neben dem modernen funktionierenden jüdischen Gebetshaus auch eine "Alte Synagoge" als Museum. Man kann einen Rabbiner oder einen Mitarbeiter des Museums vorher zum Unterrichtsgespräch einladen, so dass auf einem für die Lernenden verständlichem Niveau die Information über diese Religion, die neben dem Christentum die älteste Tradition in Deutschland hat, auszutauschen. Es ist wichtig, dass das Material sprachlich verständlich dargestellt wird.

Der anschließende Besuch des Museums verdeutlicht den Lernenden, wo die Berührungspunkte des Christentums und des Judentums liegen, und welche Unterschiede existieren.

Die Schüler und Schülerinnen können sich die Thora-Rollen, die Kippas, die Bücher der jüdischen Lehre anschauen. Sie merken, dass sogar der Aufbau der alten Synagoge mit getrennten Plätzen für Männer und Frauen, mit dem Fehlen der graphischen Darstellungen Gottes und der ganzen Innerarchitektur den Moscheegebäuden ähnlich ist.

So entsteht auf eine praktische Art und Weise Verständnis für die alte kulturelle Tradition in Deutschland.

Zu Hause erarbeiten die Gruppen zielgerichtet Plakate zum Thema "Jüdisches Leben in Deutschland", die später für alle in der Klasse präsentiert werden. (Foto: Museum Alte Synagoge Essen)

5. Schritt

Thema: Wie leben die Moslems im Deutschland?

Als Einstieg kann man einen gut Deutsch sprechenden Geistlichen (Mullah) aus der nächstgelegenen Moschee in die Schule einladen. Manchmal kann diese Rolle ein Lehrer/ eine Lehrerin für moslemische Religion übernehmen.

Die Neuzugewanderten haben zum Teil oberflächliche Kenntnisse des Korans und der verschiedenen Glaubensrichtungen im Islam, deshalb ist so ein Orientierungsgespräch von besonderen Wichtigkeit.

In den letzten 40 Jahren entstehen in Deutschland neben den christlichen Kirchen und den Synagogen immer neue Moscheen. Die Moscheen dienen den Moslems als Ort der Pflege des Glaubens und des intensiven kommunikativen Austausches. Im Unterschied zu den Kirchen, die in manchen Regionen Deutschlands ihre gesellschaftliche Rolle als Ort der Gemeinsamkeit immer mehr an andere Institutionen abtreten, gewinnen die Moscheen mehr an Bedeutung für ihre Glaubensbrüder und -schwestern. Die Suche nach gesellschaftlicher Akzeptanz, besonders bei den Neuzugewanderten, führt die Moslems in die Moscheen. Da können sie sich in ihrer Muttersprache über die Themen unterhalten, die nicht immer von der autochthonen christlichen Bevölkerung verstanden werden, z. B. Familie im historischen islamischen Sinne , politische Auseinandersetzung , Organisation der traditionellen Feste usw.

Vor dem Besuch der Moschee kann die Lehrkraft eine Art Quizz veranstalten oder eine Rallye organisieren - Aufgaben stellen, z.B.: Zu welcher Glaubensrichtung gehört diese Moschee? Wann finden die Gebete statt? Warum müssen die Menschen ihre Schuhe ausziehen, wenn sie die Moschee betreten?

Wann kommen die meisten Menschen in die Moschee? Wieviel Menschen können hier insgesamt auf einmal beten? In welcher Sprache finden die Gebete statt? Wie lange dauern sie? usw.

Wenn es sich ergibt, besucht man die nächst gelegene Moschee und macht einen kurzen Videofilm (z.B. ein Interview mit den Besuchern). Falls diese Möglichkeit nicht besteht, greift man zu einem Lernfilm aus dem Religionsunterricht, z.B. "Die Hagia Sophia - das Heiligtum des Islam". An diesem Film kann man sehr deutlich die Verbreitung des Islams, seine Bedeutung für die traditionelle Entwicklung der Völker im Nahen Osten und die kulturhistorischen Verbindungen der drei wichtigsten Weltreligionen sehen. (Foto: Schüler präsentieren typische Gerichte aus ihrer Heimat)

6. Schritt:

 Ergebnissicherung und -präsentation

Als Abschlussetappe des Projekts gestalten die Schüler Plakate, die sie anschließend als Ergebnis der mehrtägigen Arbeit bei einem Schulfest präsentieren.

(Foto: Die Schüler der Klasse 6a stellen die Ergebnisse ihrer Gruppenarbeit vor.)

Weiterführende Informationen:

www.religionen-entdecken.de










Mit den Migrantenkindern rund ums Jahr


Projektarbeit ermöglicht den Migrantenkindern einen anderen Umgang mit der deutschen Sprache - handlungsorientiert und praktisch. Fächerübergreifende Projekte fördern die Lernmotivation und erleichtern die Integration in die Regelklasse.


Ein Beispiel aus: Wunderkinder plus. Lehrbuch für die 5. Klasse von Ljubov Jakovleva. Moskau: Prosvescenie, 2017


Projekt "Obstsalat"

Dauer: mindestens 2 Stunden (1 Doppelstunde)

Ziel: Erwerb sprachlicher Mittel zum Thema "Essen"; Einführung in Traditionen/Gewohnheiten der Küche des Ziellandes; Einführung in die Ess- und Tischkultur Deutschlands; Förderung der Teamfähigkeit der Schülerinnen und Schüler

Lexik:

Nomen: das Obst, der Apfel (die Äpfel), die Apfelsine (die Orange), die Birne (die Birnen), die Nuss (die Nüsse), die Schüssel (die Schüsseln), das Messer (die Messer), die Gabel (die Gabeln), der Löffel (die Löffel), der Teller (die Teller), der Salat (die Salate)

Verben:

schneiden, waschen, abtrocknen, schälen, mischen, probieren, dazutun

Adjektive/Adverbien/Pronomen:

zuerst, jeder, zusammen, jetzt, andere

Grammatik: Pluralbildung der Substantive, Futur I


benötigtes Material: Obst, Teller, Messer und Gabeln, Servietten, Schüsseln


Projektverlauf:

Die Klasse wird in 3-4 Gruppen aufgeteilt. Jedes Mitglied bekommt eine Aufgabe, z.B. das Obst waschen oder den Projektverlauf beschreiben oder Fotos für die Dokumentation machen (ein Video für das Internet drehen). Wichtig ist, dass jedes Kind mit seiner konkreten Aufgabe einen Beitrag zum Team-Erfolg leistet.


























Übersicht:

1. Winterprojekte (Weihnachtsprojekt, Karnevalsprojekt) - DaZ+Kunst+Musik

2. Frühlingsprojekt (Ostern) - DaZ+Kunst+Biologie

3. Sommerprojekt (Fußball) - DaZ+Sport

4. Herbstprojekt (Planzen der neuen Heimat) - DaZ+Biologie


1. Winterprojekte

 

Weihnachtsprojekt

 

Thema: Die Adventszeit und Weihnachten in Deutschland

Ziel:

- die Schüler mit Traditionen, Sitten, Gebräuchen und Besonderheiten der Weihnachtszeit in Deutschland bekannt machen

- die Schüler für kulturelle Gegebenheiten Deutschlands sensibilisieren

- Lexik zum Thema "Winterfeste in Deutschland" einführen, üben und anwenden

- typische Gedichte und Lieder kennenlernen

- die Feinmotorik der Kinder entwickeln (Adventsbasteln)

- Weihnachtskarten schreiben lernen

 

Dauer des Projektes:

10 - 12 Unterrichtsstunden

 

Zielgruppe:

Seiteneinsteiger im Altern von 9 bis 14 Jahre

 

Projektverlauf:

 

1. Stunde

Für die erste Stunde (vor Nikolaus) bereitet der Lehrer vor: einen Adventskranz und eine CD mit Weihnachtsliedern vor.

Einzuführende aktiv zu beherrschende Lexik: der Advent, feiern, der Adventskranz, schmücken, die Kerze, anzünden, leuchten, das Licht, die Kugel, das Glöckchen, das Geschenk, bringen, schenken,  der Weihnachtsmann, das Lied, hören, singen

Die Stunde beginnt mit der Präsentation des Liedes "Heute kommt der Weihnachtsmann" von CD, währenddessen steckt der Lehrer die erste Kerze des Adventskranzes an.

 

 

Danach beginnt der Lehrer mit dem Unterrichtsgespräch und stellt folgende Fragen:

Kennt ihr schon das Lied? Wo habt ihr das gehört? Habt ihr schon einmal einen solchen Kranz gesehen? Wisst ihr, warum wir hier vier Kerzen haben?

In der nächsten Phase gibt der Lehrer folgenden Text ein: "Das ist ein Adventskranz. Er ist rund und hat vier Kerzen. In der 1. Woche vor Weihnachten zünden die Menschen in Deutschland die erste Kerze an. Jede Woche kommt sonntags noch eine dazu. Leuchten alle vier Kerzen - dann ist die Adventszeit vorbei. Außerdem bedeutet jede Kerze eine Jahreszeit. Leuchten alle vier Kerzen, ist das Jahr zuende und es beginnt ein neues Jahr."

Die neuen Wörter werden an die Tafel geschrieben, nachgesprochen (im Chor und einzeln) und ins Vokabelheft übertragen.

Im nächsten Schritt gibt der Lehrer zu diesem Text kurze Übungen, die in Partnerarbeit ausgeführt werden sollen.

Dann wird das Lied erneut präsentiert. Die Schüler erhalten den Text. Der Text wird kettenweise und im Chor laut vorgelesen. Danach wird das Lied im Chor (gestützt auf den Liedtext) gesungen.

Anschließend werden weitere neue Wörter - am besten mithilfe von Anschauungsmaterial (Kuscheltiere, Bilder) - semantisiert (passiver Wortschatz): die Gabe, der Musketier, der Grenadier, das Panthertier, das Ross, das Schaf, der Stier, der Esel, warten, mit Schmerzen.  

In der verbliebenen Zeit fertigen die Schüler eine Illustration zum Lied an, entsprechend ihrer Möglichkeiten, eventuell kann die Arbeit als Hausaufgabe fortgesetzt werden.

 

2. Stunde

Für die zweite Stunde bereitet der Lehrer einen Schokoladen-Adventskalender, eine CD mit Weihnachtsliedern, eine Europakarte und eventuell Weihnachtsgebäck oder Mandarinen vor.

Die Stunde beginnt mit der Wiederholung des Liedes "Heute kommt der Weihnachtsmann". Die Schüler singen im Chor (mit Unterstützung durch den Text).

Neue Lexik: der heilige Nikolaus, historisch, die Person, arm, reich, das Goldstück, verhungern, erfrieren. 

Die 2. Stunde findet um den Nikolaustag statt. Der Lehrer beginnt beginnt das Unterrichtsgespräch mit der Frage "Wer ist der Weihnachtsmann? Gibt es in eurem Land einen Weihnachtsmann?" Der Lehrer erzählt die Nikolausgeschichte (möglichst mit dem Wortschatz, den die Kinder beherrschen) ungefähr so:

Der Weihnachtsmann ist eigentlich der heilige Nikolaus. In England und Amerika heisst er "Santa Claus". Der heilige Nikolaus ist eine historische Person. Er lebte in der Stadt Myra in Griechenland (heute Türkei). Bitte hier die Landkarte benutzen! Er wurde bekannt, weil er damals drei arme Mädchen, die keine Eltern hatten,  mit Goldstücken reich beschenkte. Nachts legte er ihnen das Geschenk auf die Fensterbank, und so mussten sie nicht verhungern und erfrieren. Seitdem feiern die Menschen in Deutschland den 6. Dezember als Nikolaus-Tag, an dem die Kinder kleine Geschenke von den Eltern bekommen.

An dieser Stelle kann der Lehrer Schokolade, Weihnachtsgebäck oder Mandarinen verteilen.

In der zweiten Etappe präsentieren die Schüler ihre Illustrationen zum Lied (in Form eines Monologs, 3-5 Sätze) und fertigen anschließend in Gruppen Collagen (mit diesen Illustrationen) an. Die Ergebnisse werden in der Klasse ausgehängt.

Am Ende der Stunde zeigt der Lehrer den Schülern den Adventskalender und lässt sie die ersten 6 Türchen öffnen und die Schokolade essen.

Hausaufgabe: Die Schüler suchen im Internet oder in der Schülerbibliothek Texte zum  Thema "Nikolaus".

 

3./4. Stunde

Für die 3. und 4. Stunde bereitet der Lehrer Bastelmaterial für die Anfertigung eines Adventskalenders und eine CD mit Weihnachtsliedern vor.

Die Stunde beginnt mit dem Öffnen des nächsten Türchens im Schokoladenkalender. Als Aussprachetraining wird das Lied "Heute kommt der Weihnachtsmann" im Chor gesungen.

Grammatikalisches Thema: Objektsätze.

Der Lehrer gibt an der Tafel das Muster vor: Weißt du, dass am 6. Dezember der Nikolaustag ist? -  

Ja, ich weiß/Nein, ich weiß nicht ...

Wir wissen/wir wissen nicht, dass ... 

Zum Beispiel: Ja, ich weiß (Nein, ich weiß nicht,) dass am 6. Dezember der Nikolaustag ist.

Es ist wichtig, auf die Wortfolge im Nebensatz hinzuweisen. Das Verb tritt an die letzte Stelle.   

Anschließend arbeiten die Schüler  in Gruppen zu je 3-4 Personen mit den mitgebrachten Texten zum Thema "Nikolaus". Dabei fragen sie sich wechselseitig "Weißt du, dass ...?" Ein Mitglied der Gruppe hält die Ergebnisse schriftlich fest. 

Nach etwa 15 Minuten präsentieren alle Gruppen (jeweils ein Sprecher) ihren Text (5-6 Sätze).

Muster: Wir wissen jetzt, dass der heilige Nikolaus aus Myra kommt. Wir wissen, dass Myra heute i der Türkei liegt. Wir wissen auch, dass er den armen Mädchen geholfen hat. Wir wissen, dass er den Mädchen Gold geschenkt hat. Wir wissen, dass die Kinder in Deutschland den Nikolaus lieben.

Die nächste Phase wird durch den Lehrer eingeleitet: "Der heilige Nikolaus hat den Kindern Geschenke gebracht. Ihr habt heute auch Türchen im Schokoladenadventskalender geöffnet. Jetzt machen wir für einander Geschenke - Adventskalender aus Papier. Dann könnt ihr jeden Tag ein Türchen öffnen und ein schönes Bild sehen."

Bevor der Lehrer ein Beispiel zeigt, ziehen die Kinder Lose mit den Namen der Klassenkameraden, für die sie ein Bastelgeschenk machen werden.

Während der Bastelzeit können die Schüler sich frei im Raum bewegen, das Material untereinander austauschen und dabei im Hintergrund verschiedene Weihnachtslieder von der CD hören.

 

5./6. Stunde

Für die Stunde bereitet der Lehrer den OHP und einen CD-Player mit einer Vertonung des Gedichtes von Eichendorff "Markt und Straßen stehn verlassen" vor.

Ziel der Stunde ist die Vorbereitung auf den Besuch des Weihnachtsmarktes. 

Neue Lexik (aktiv): der Markt, der Weihnachtsmarkt, besuchen, festlich, das Spielzeug, das Weihnachtsspielzeug, der Tannenbaum, schmücken, das Glänzen, glänzen, der Schnee, im Schnee wandern, die Gasse, glücklich sein, jemanden beglücken

passiv: fromm, sinnend, wunderstill, die Mauer, hehr, das Schauern, heilig, einen Kreis schlingen, die Einsamkeit, gnadenreich

Die Stunde beginnt mit dem Hören der musikalischen Variante des Eichendorff-Gedichts "Weihnachten". Zugleich wird auf dem OHP das stimmungsvolle Bild eines weihnachtlich beleuchteten Weihnachtsmarkts gezeigt.

Der Lehrer beginnt das Unterrichtsgespräch, indem er fragt: "Wart ihr schon einmal auf dem Weihnachtsmarkt? Wie sieht es da aus? Was gibt es auf dem Weihnachtsmarkt? Wie sehen die Menschen dort aus?" Dabei wird implizit die neue Lexik eingeführt.

Abschließend zieht der Lehrer z.B. folgende Bilanz:  

Viele Menschen besuchen in der Adventszeit den Weihnachtsmarkt. Da ist alles festlich geschmückt. Die Menschen kaufen Weihnachtsspielzeug, Geschenke, Tannenbäume. Alles glänzt. Die Menschen gehen glücklich durch die engen Gassen, sie freuen sich auf Weihnachten. Besonders schön ist es im Schnee.

Der Lehrer teilt dann den Gedichttext aus, der strophenweise laut gelesen wird (kettenweise, anschließend liest eine Person die ganze Strophe). Nach jeder Strophe werden die neuen Wörter herausgeschrieben und ins Vokabelheft übertragen.

Das Textverständnis wird mithilfe von Fragen und Antworten überprüft, z.B. "Wie sehen die Häuser zu Weihnachten aus?" "Womit haben die Frauen die Fenster geschmückt?" "Wer schaut auf das bunte Spielzeug?" "Wie ist das Wetter?"

Am Ende der Stunde schenken die Kinder einander die gebastelten Adventskalender.

Hausaufgabe: Die Kinder werden in 4 Gruppen eingeteilt, die jeweils eine Strophe auswendig lernen  und Informationen zum Thema "Weihnachtsmarkt in Deutschland" suchen sollen.

Außerdem bittet der Lehrer die Schüler, für die nächsten Stunden ihre Smartphones mitzubringen. 

 

7./8. Stunde

Besuch des Weihnachtsmarkts

Weihnachts-Rallye 

Vor dem Besuch des Weihnachtsmarktes werden die Schüler - in Abhängigkeit von der Größe der Klasse - in 3-5 Gruppen eingeteilt (je 4-5 Personen). Jede dieser Gruppen erhält vom Lehrer die notwendige Anzahl von Arbeitsaufträgen (Arbeitsblättern). Jede Gruppe bekommt eine eigene Aufgabe; die Schüler sollen Antworten auf die gestellten Fragen finden und dazu passende Fotos oder Kurzvideos machen.

1. Gruppe. Thema: "Krippe"

Aufgabe: Findet heraus  

- Was ist eine Krippe?

- Welche Personen gehören dazu?

- Gibt es auch Tiere? Welche Rolle spielen sie?

- Aus welchen Materialien werden Krippen gemacht?

Macht passende Fotos! 

 2. Gruppe. Thema "Weihnachtsmusik"

Aufgabe: Führt Interviews mit Personen auf dem Weihnachtsmarkt zu folgenden Themen:

- Welche Weihnachtslieder kennen diese Personen?

- Welche Weihnachtsmusik hört man oft auf dem Weihnachtsmarkt?

- Wie heißen die beliebtesten Weihnachtslieder?

- Welche davon kennt ihr?

Macht dazu passende Kurzvideos! (3-5 Minuten)

3. Gruppe. Thema: "Essen und Trinken" (typische Gerichte auf dem Weihnachtsmarkt)

Aufgabe: Beantwortet folgende Fragen:

- Welche traditionellen Gerichte gibt es auf dem Weihnachtsmarkt?

- Was kosten sie?

- Gibt es spezielle Süßigkeiten zu Weihnachten?

- Was können Erwachsene und Kinder auf dem Weihnachtsmarkt trinken?

Macht passende Fotos!

(Anmerkung: Die Verkäufer sind in der Regel sehr kulant und geben den Kindern oft etwas zum Probieren.) 

 4. Gruppe. Thema: "Spaß auf dem Weihnachtsmarkt"

Aufgabe: Führt Interviews:

- Wie verbringen die Menschen ihre Zeit auf dem Weihnachtsmarkt?

- Welche Geschenke kann man auf dem Weihnachtsmarkt kaufen?

- Was gehört zum traditionellen deutschen Weihnachtsspielzeug? (z.B. Nussknacker, Räuchermännchen, Glöckchen, Fensterbilder, Christbaumschmuck)

- Welche Angebote gibt es für Kinder?

Macht ein Kurzvideo! (3-5 Minuten)

5. Gruppe. Thema: "Oh Tannenbaum"

Aufgabe: Recherchiert:

- Wie viele Tannenbäume gibt es auf dem Weihnachtsmarkt?

- Womit sind sie geschmückt?

- Kann man auf dem Weihnachtsmarkt auch einen Tannenbaum kaufen?

- Aus welchen Materialien macht man den Tannenbaumschmuck?

Macht passende Fotos!

 

Hausaufgabe für alle Grupppen: Schreibt 5-7 Sätze zu Eurem Besuch des Weihnachtsmarkts!

 

Für die nächste Stunde bringen die Schüler Buntpapier, Kleber, Schere mit. 

 

9./10. Stunde

Der Lehrer bereitet zusätzliche Bastelsets, Bastelbögen zum Thema "Weihnachten" vor.  

Ziel der Stunde: Zusammentragen der Ergebnisse des Besuchs des Weihnachtsmarktes. Die Schüler lernen außerdem, Weihnachtsgeschenke zu basteln und Weihnachtskarten zu schreiben.

Die Stunde beginnt damit, dass die Schüler das Gedicht von Joseph von Eichendorff wiederholen: einzeln und im Chor vorlesen.

In der nächsten Etappe arbeiten die Schüler in den am Vortag gebildeten Gruppen und tragen die Ergebnisse ihrer Rallye zusammen (ca. 15 Minuten). Sie wählen dabei die besten Fotos und Videos für ihre Präsentation auf der Weihnachtsparty (11./12. Stunde) aus.

Danach erfolgt jeweils eine kurze mündliche Rückmeldung der einzelnen Gruppen.

Die neue Lexik wird vom Lehrer an der Tafel fixiert und von den Schülern in ihre Vokabelhefte übernommen: die Krippe, die heilige Familie, eine Krippe aufstellen, der Esel, das Schaf, der Hirte, die Heiligen drei Könige, das Holz, der Kunststoff, die Keramik, anfertigen, der Nussknacker, der Räuchermann, das Glas, der Christbaumschmuck, aufhängen, dekorieren, gebrannte Mandeln, der Lebkuchen, die Bratwurst, der Backfisch, heiß, lecker, probieren, schmecken, riechen, der Kinderpunsch, der Glühwein, die Weihnachtsmelodie, erklingen, Frohe Weihnachten!, wünschen

Die nächste Phase ist dem Basteln der Geschenke und dem Schreiben der Weihnachtskarten gewidmet. Auf einem Tisch breitet der Lehrer verschiedene Bastelbögen, Muster und Materialien aus. Da die Kinder mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit arbeiten, ist es ihnen selbst überlassen, wie viele und welche Geschenke sie herstellen.

Die Lehrperson schreibt den Text der Weihnachtskarten an die Tafel oder verteilt Kopien von typischen Texten. Falls neue Lexik auftritt, so wird diese erklärt. Dann wird der Text von allen Schülern laut vorgelesen. Vergewissern Sie sich, dass wirklich alle Kinder den Text verstanden haben. 

 

Passende Vorlagen und Bastelbögen lassen sich leicht in entsprechenden Büchern und Zeitschriften finden. Wichtig sind klare Anweisungen und die Hilfe des Lehrers!

Dabei ist es wichtig, dass die schnelleren den langsameren Kindern helfen, ihre Geschenke und Weihnachtskarten fertigzustellen, damit kein Kind ohne Geschenk bleibt.

 

 

Hausaufgabe: Die Schüler wiederholen zu Hause das Lied "Morgen kommt der Weihnachtsmann" und das Gedicht "Markt und Straßen stehn verlassen". Wenn es gewünscht und technisch möglich ist, bringen einzelne Schüler von zu Hause Gebäck oder Getränke für die folgende Weihnachtsparty mit, zu der auch die Eltern eingeladen werden können. Hier bietet sich einmal eine gute Möglichkeit, die Eltern einzubeziehen und ihnen zu demonstrieren, welche Erfolge ihre Kinder in der Kürze der Zeit bereits in der deutschen Sprache erzielt haben.

 

10.-12. Stunde

Die Weihnachtsparty

Die Party ist für die Seiteneinsteiger der Höhepunkt des Halbjahres und zugleich meistens das erste Weihnachtsfest in Deutschland. Deshalb muss sie gut durchdacht und organisiert werden. Der Lehrer braucht einen Raum mit Beamer, um die Handyfotos und Videos von der Weihnachtsrallye präsentiert werden können.

Vor Beginn der Stunde schmücken die Schüler den Raum mit selbst gebasteltem Weihnachtsschmuck, alle vier Kerzen auf dem Adventskranz brennen. Auch wenn es vielleicht noch der 3. Advent ist, ist es für die Migrantenkinder meistens die einzige traditionelle deutsche Weihnachtsfeier.

Besonders wichtig ist es, eine gemütliche Atmosphäre in der Klasse herzustellen! Die Feier kann folgendermaßen ablaufen:

1. Weihnachtskonzert für die Eltern - die Kinder singen im Chor das gelernte Weihnachtslied "Morgen kommt der Weihnachtsmann" (alternativ: es eignen sich auch die Lieder "In der Weihnachtsbäckerei", "Schneeflöckchen, Weißröckchen", "Oh Tannenbaum"). 

2. Gedichtvortrag. Vier Kinder tragen auswendig strophenweise das Gedicht vor.

3. Videopräsentation. Es folgt die Vorstellung der Videos und Fotos vom Weihnachtsmarkt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass jedes Kind einen Beitrag leistet. Deshalb muss die Lehrkraft schon im Vorfeld festlegen, wer welche Aufgabe übernimmt.

4. Geschenke machen. Die Kinder machen ihren anwesenden Eltern (Klassenkameraden, Geschwistern) Geschenke, die sie zuvor gebastelt haben.  

5. Gemütliches Beisammensein. Kinder und Gäste essen Weihnachtsgebäck, trinken Tee oder Kakao; im Hintergrund erklingt Weihnachtsmusik (traditionell oder z.B. von Rolf Zukowski "Dezemberträume").

Auch die Eltern der nicht-christlichen Migrantenkinder helfen in der Regel gern bei der Organisation der Party und nehmen mit Vergnügen daran teil.

 

Viel Spaß!

 

Karnevalsprojekt

 

Thema: Karneval verstehen und feiern

 

Ziel:

- die Schüler mit Traditionen und Brauchtum in der Karnevalszeit in Deutschland bekannt machen

- die Schüler für kulturelle Gegebenheiten Deutschlands sensibilisieren

- Lexik zum Thema "Karneval" einführen, üben und anwenden

- typische Spiele und Lieder kennenlernen

- Karnevalsmasken basteln lernen 

 

Dauer des Projektes:

5 - 7 Unterrichtsstunden

 

Zielgruppe:

Seiteneinsteiger im Alter von 9 bis 16 Jahre

 

Projektverlauf:

 

1./2. Stunde

Für diese Stunden bereitet der Lehrer folgendes Anschauungsmaterial vor: 1 Illustration mit einem Clown, 1 CD mit Karnevalsliedern, Luftschlangen und Luftballons.

Als Einstieg wählt der Lehrer ein populäres Karnevalslied, z.B. "Kölle, alaaf!" 

Die Stunde beginnt mit dem Unterrichtsgespräch, wobei der Lehrer das Bild des Clowns als Sprechimpuls nutzt. Die Präsentation kann per OHP oder Smart-Board erfolgen.

Der Lehrer fragt: "Wer ist das? Wie sieht er aus? Was hat er an? Wie sehen die Haare aus? Was macht er?"

Oft wissen die Migrantenkinder nicht, dass es sich um einen Clown handelt, da es in ihrer Herkunftskultur keine Entsprechung gibt. In diesem Fall erklärt der Lehrer, dass es sich um einen Clown handelt. Er ist bunt gekleidet, er ist lustig, er macht Witze. Er tritt im Zirkus auf, er bringt die Menschen zum Lachen. Clowns sieht man aber auch oft im Karneval in Deutschland.

Der Lehrer fragt die Kinder, ob sie wissen, was "Karneval" ist und zeigt entsprechende Bilder. Den Schülern wird erklärt, dass der Karneval ein großes Fest in vielen christlichen Ländern ist.

Der Lehrer führt über die Tafel folgende Wörter ein: der Clown, bunt, das Kostüm, tragen, der Hut, die Schuhe, sich verkleiden, rot, die Haare, die Nase, lachen, sich freuen. Die Schüler notieren die neue Lexik in ihrem Vokabelheft.

Im nächsten Schritt arbeiten die Schüler zu zweit, um möglichst viele Sätze mit den neuen Wörtern zu formulieren. Hierfür sollte man ca. 5 Minuten vorsehen. Anschließend präsentiert jeweils ein Schüler die Sätze. Man kann diese Übung auch als Wettbewerb anlegen und das Paar (z.B. mit einem Luftballon) prämieren, das die meisten korrekten Sätze bildet.

Dann zeichnen die Schüler mit Buntstiften einen Clown und markieren mit Pfeilen die Entsprechungen der neuen Wörter (Haare, Hut, Schuhe usw.). Dabei erfinden sie eine fiktive Biografie für den Clown (z.B. Das ist Clown Peter. Er ist ... Jahre alt. Er arbeitet im Zirkus ... Seine Haare sind rot. Rot ist auch die Nase. Sein Kostüm ist blau, seine Schuhe sind rot und sehr groß.)

Während die Kinder arbeiten, läuft im Hintergrund Karnevalsmusik von der CD.

Zum Abschluss präsentieren die Schüler ihre Ergebnisse in monologischer Form vor der Klasse. Der Lehrer hängt die Bilder in der Klasse als Ausstellung auf.

Hausaufgabe: Findet im Internet Informationen zum Thema "Clowns".

 

3./4. Stunde

Diese Doppelstunde ist überwiegend der Textarbeit und der Entwicklung der Teilkompetenz "Leseverstehen" gewidmet. 

Für diese Stunde braucht der Lehrer Illustrationen zu den Themen "Karnevalszug" und "Karnevalskostüme" sowie eine CD mit Karnevalsmusik und Buntpapier.  

Die Stunde beginnt mit der Besprechung der Hausaufgaben, danach verteilt der Lehrer einen Text zum Thema "Karneval".

 

Köln und Karneval

 

Am 11.11. um 11 Uhr und 11 Minuten beginnt in Köln die 5. Jahreszeit. So wird in den katholischen Regionen die Karnevalszeit bezeichnet. In anderen Teilen Deutschlands nennt man den Karneval auch „Fasching“ oder „Fastnacht“. Das Wort „Karneval“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „carne vale!“, das heißt „Auf Wiedersehen Fleisch!“ Karneval wird traditionell am Ende des Winters gefeiert, danach beginnt die Fastenzeit. In der Fastenzeit essen die Christen bis zum Osterfest im Frühling weniger (oder kein) Fleisch.

Köln am Rhein ist für seinen Karneval bekannt. Am 11. November hört man auf dem Rathausplatz im Stadtzentrum überall den Karnevalsgruß der Kölner "Kölle, alaaf!", was man ungefähr mit "Hallo, Köln!" übersetzen kann. Jung und Alt bereiten sich lange auf den Karneval vor, denn der Höhepunkt ist erst im Februar. Bis dahin müssen die bunten Kostüme gekauft oder genäht werden, die lustigen Witze vorbereitet werden, das schönste Feuerwerk organisiert werden.

Mit fröhlichen Farben, lauter Musik und Knallern wollen die Menschen den Winter vertreiben.

Der Karnevalszug zieht mit vielen Wagen am Rosenmontag durch die Stadt, und jedermann freut sich. Auf den Wagen stehen lustig gekleidete Menschen und werfen Bonbons den Zuschauern zu.

Rosenmontag ist frei – Kinder gehen dann nicht zur Schule, Erwachsene nicht zur Arbeit – es ist Karneval.

Wir fragen die Kinder auf den Straßen der Stadt, als was sie zum Karneval gehen.

 

Christian (10)   Dieses Jahr gehe ich als Ritter. Voriges Jahr war ich ein Clown; das möchte ich nicht mehr.

Anke (13)           Ich gehe als Prinzessin. Mein Kleid ist wunderschön – rosarot mit ein bisschen Gold. Und meine Mama geht als Königin.

Florian (9)           Ich gehe als Pirat. Ich hab mein Kostüm selbst gemacht. Das ging ganz leicht.

Lisa (12)              Ich gehe als Hexe. Ich habe einen schönen schwarzen Hut, eine Schürze und einen Besen.

Dennis (11)          Dieses Jahr gehe ich als Mickey-Mouse. Dafür habe ich mir eine schöne Maske aus dem Disneyland mitgebracht.

 

 Der Text wird zuerst von den Schülern in Einzelarbeit gelesen. Danach fragt der Lehrer nach unbekannten Wörtern. In der Regel sind die meisten Wörter für die Schüler neu, z.B. katholisch, die Region, bezeichnen, der Höhepunkt, sich vorbereiten, der Witz, das Feuerwerk organisieren, fröhlich die Farbe, der Knaller, den Winter vertreiben, der Karnevalszug, ziehen, der Rosenmontag. Die Schüler lesen in Form einer Meldekette den 1. Teil des Textes bis zum Interview.

Während des Lesens werden die neuen Wörter mit einem bunten Stift (Marker) unterstrichen. Das Interview wird mit verteilten Rollen gelesen.

Das Textverständnis wird durch eine richtig-falsch-Übung gesichert (mündlich oder schriftlich):

Die Karnevalszeit beginnt am 12. November.

Das Wort "Karneval" kommt aus dem Russischen.

Der Karnevalszug fährt am Rosenmontag durch die Stadt.

Von den Wagen werden Butterbrote geworfen.

Für den Karneval bereiten die Menschen lustige Kostüme und Masken vor.

Am Rosenmontag gehen die Kinder nicht zur Schule.

 

Im nächsten Schritt übertragen die Schüler die neue Lexik in die Vokabelhefte; anschließend arbeiten sie zu zweit und stellen einander Fragen zum Text. Z.B. "Wann beginnt der Karneval? Wann ist frei?" Zwei oder drei Paare präsentieren ihre Dialoge vor der Klasse.

 

Grammatik!

Im Text kommen viele Passivkonstruktionen vor, z.B. "bunte Kostüme werden genäht". Falls das Passiv bis jetzt nicht eingeführt wurde, muss es jetzt an dieser Stelle geschehen. Wenn Sie keine passende Einheit zur Hand haben, können Sie z.B. "PONS-Grammatik kurz und bündig" oder "Praxis-Grammatik Deutsch als Fremdsprache" oder "Klipp und Klar" verwenden.

Die Kinder unterstreichen die Passivkonstruktionen im Text. Der Lehrer fordert die Schüler auf, die folgenden Sätze ins Passiv umzuwandeln:

In den katholischen Regionen bezeichnen die Menschen die Karnevalszeit als "5. Jahreszeit".

Die Menschen werfen die Bonbons von den Wagen.

Wir nähen bunte Kostüme.

Die Menschen kaufen Kostüme im Geschäft.

Karneval feiern die Menschen am Ende des Winters. 

 

 

Nach der Grammatikphase erklärt der Lehrer, dass in der nächsten Zeit auch in der Klasse Karneval gefeiert wird (Es ist gut, wenn es mit Weiberfastnacht zusammenfällt.). Dazu brauchen die Kinder Kostüme und Masken. 

Als nächster Schritt arbeiten die Schüler in Gruppen von 3-4 Personen. Sie fragen einander: "Als was möchtest du zum Karneval gehen?" Dabei können sie auch auf den vorigen Text zurückgreifen.

Aus jeder Gruppe präsentiert ein Schüler die Ergebnisse der Arbeit, z.B. "In unserer Gruppe möchte Ali als Pirat gehen. Rama möchte als Königin gehen. Mohammed möchte als Polizist gehen."

Man muss bedenken, dass nicht alle Schüler die Möglichkeit haben, Kostüme zu kaufen, deshalb kann der Lehrer in der Schule auch Masken basteln lassen.

 

Anleitung

Schritt 1

Buntpapier DIN A 4 in 2 Hälften falten.

Schritt 2

Das gefaltete Papier in der Mitte noch einmal teilen und abschneiden. Wir erhalten zwei DIN A 6 Blätter, die an der Querseite miteinander verbunden sind.

Schritt 3

Das Muster der Maske wird auf das Blatt übertragen.

Schritt 4

Die Maske ausschneiden.

Schritt 5

Die Blätter werden aufgeklappt und die fertige Maske wird mit Bändern oder Gummis versehen. Abschließend werden Verziehrungen angebracht.

 

 

Die Masken können in Gruppenarbeit erstellt werden, da die Schüler unterschiedlich kreativ und manuell geschickt sind. Während dieser Kreativphase läuft im Hintergrund die Karnevalsmusik. 

 

 

 

Hausaufgabe:

Da die nächsten drei Stunden einer Karnevalsparty gewidmet sind, ist es wichtig, die Aufgaben richtig zu verteilen. Der Lehrer fordert alle Schüler auf, kostümiert zur nächsten Stunde zu kommen und folgende Sachen mitzubringen:

abgepackte Bonbons in Tüten

Lauge für die Seifenblasen

Luftschlangen und Konfetti

nicht-alkoholische Getränke

Chips

 

Da es sein kann, dass nicht alle Schüler sich passend vorbereiten, deshalb sollte der Lehrer alles auch selbst in Reserve halten.

 

5./6./7. Stunde

Sie werden selbst sehen, wie viel Zeit Ihnen für die Party bleibt, aber mindestens eine komplette Stunde sollte man einplanen.

Damit die Party gelingt, empfehlen sich folgende Spiele und Aktivitäten:

1. Prämierung des besten Kostüms (Die Schüler sollen nicht nur ihr Kostüm vorstellen, sondern in 5-7 Sätzen auch erläutern, als was sie gekommen sind.). Der Sieger wird durch die Mitschüler bestimmt.

 

2. Die beliebte "Reise nach Jerusalem", auch "Stopp-Tanz" genannt. Dazu eignet sich natürlich besonders die CD mit Karnevalsliedern. Sie werden jede Menge über Ihre Schüler bei diesem einfachen Spiel kennenlernen.

 

 

3. Bonbon-Werfen. Der Lehrer erklärt, dass die Schüler demnächst beim Rosenmontagszug versuchen müssen, möglichst viele Bonbons zu fangen. Deshalb wird es heute schon in der Klasse geübt. Die mitgebrachten Bonbons werden gesammelt und vom Lehrer unter "Helau!-" und "Alaaf!-Rufen" geworfen. Das macht immer viel Spaß.

 

4. Um die Schüler nach diesen Aufregungen wieder abzukühlen, bieten sich in der letzten Phase ruhigere Spiele an, z.B. Brettspiele wie das "Deutschlandspiel" oder Memory - je nachdem, was in der Klasse vorhanden ist.

 

 

 

Viele Spaß bei Ihrer Karnevalsparty und Helau! 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Frühlingsprojekt 

 

 

Ostern

 

Ziele:

Das Osterfest und die Osterbräuche in Deutschland kennenlernen, Grußkarten schreiben.

 

Dauer des Projektes: 5-8 Unterrichtsstunden

Zielgruppe: Zuwandererkinder im Alter von 8 bis 16 Jahren

 

Projektverlauf:

 

1./2. Stunde

 

 

Neue Lexik: Ostern, die Blume, die Natur, erwachen, auferstehen, tief, schlafen, der Beginn, beginnen, der Tod, die Tulpe, die Narzisse (die Osterglocke), der Krokus, der Osterhase, aus Plüsch, das Osterei, färben. 

 

Für diese Stunde bereitet der Lehrer frische Zweige mit Knospen, Fotos, Folien, Karten zum Thema "Ostern" vor. Dargestellt sollen sein Ostereier, Osterhasen, Lämmchen. Der Lehrer zeigt das Anschauungsmaterial und führt die neue Lexik ein. Er erzählt (in kurzen verständlichen Sätzen):  

 

"In Deutschland feiern die Menschen Ostern. Das ist ein großes Frühlingsfest. Ostern ist im März oder April. Der Frühling beginnt, die Bäume bekommen grüne Blätter, die ersten Blumen kommen. Die Natur erwacht. Die Christen sagen 'Jesus ist auferstanden.' Der Beginn des Frühlings ist das Auferstehen der Natur vom tiefen Schlaf im Winter, das Osterfest ist die Feier der Auferstehung Jesus vom Tod."

 

 

Es ist wünschenswert, dieses Gespräch (Text) im Freien (z.B. auf dem Schulhof) zu führen, weil die viele Kinder aus der Zielgruppe den Unterschied zwischen den Jahreszeiten nicht erkennen. So kann man am Beispiel von dort wachsenden Sträuchern und Blumen die Lexik semantisieren. Die Überprüfung des Textverständnisses erfolgt durch Lehrerfragen: Was feiern wir zu Ostern? Wann feiern die Menschen Ostern? Was bedeutet "Die Natur erwacht"?

 

Nach dem Gespräch notieren die Kinder die neue Lexik ins Vokabelheft. In der zweiten Etappe der Stunde verteilt der Lehrer einen anderen kurzen Text. Der Text wird still gelesen, während der Arbeit werden neue Wörter von den Schülern unterstrichen, danach wird der Text laut in der Meldekette gelesen. Nach dem Lesen arbeiten die Schüler zu zweit (Partnerarbeit) und stellen einander Fragen zum Text.

 

Text:

Es ist in Deutschland Tradition, zu Ostern kleine Geschenke zu machen. Die Menschen schenken einander bunte Eier, Süßigkeiten, kleine Osterhasen aus Plüsch oder Schokolade. Die Kinder färben die Eier rot, blau, grün, gelb und lila. Die Farbe "rot" bedeutet "Leben", "grün" bedeutet "Frühling" oder "Hoffnung", "blau" ist der "Himmel", "gelb" ist die Frühlingssonne und "lila" sind die ersten "Frühlingsblumen". Die ersten Frühlingsblumen sind ein lila Krokus, eine rote Tulpe, eine gelbe Osterglocke. Kleine Kinder in Deutschland glauben, dass der Osterhase die Eier färbt und versteckt. Am Ostersonntag suchen die Kinder im Freien die Ostereier und bekommen von den Eltern kleine Geschenke.

 

Fragen für die Partnerarbeit:

1. Es ist in Deutschland Tradition, zu Ostern keine Geschenke zu machen - stimmt das?

2. Die Menschen schenken einander zu Ostern Karnevalsmasken - stimmt das?

3. Die Kinder färben die Eier rot, blau, grün, gelb und lila - stimmt das?

4. Die Farbe "rot" bedeutet "Himmel" - stimmt das?

5. Die Kinder glauben zu Ostern an den Weihnachtsmann - stimmt das?

6. Am Ostersonntag suchen die Kinder im Freien die Ostereiner - stimmt das?

 

3./4. Stunde

 

Ziel der Stunde: Festigung und Übung der Lexik in diversen Trainingseinheiten

 

In diesen zwei Stunden können die Schüler den Text aus der 2. Stunde ins Heft abschreiben und illustrieren; dann können die Illustrationen in der Klasse vorgestellt werden (in monologischer Form, 3-5 Sätze).  

Die Schüler können in Gruppen arbeiten zum Thema "Was weißt du über Ostern?" Sie stellen einander Fragen, malen Ostereier; ein Sprecher jeder Gruppe stellt die Ergebnisse vor. 

Der 2. Text kann in der Klasse auch als Lückentext bearbeitet werden.

Wenn der Lehrer Bilder zum Ausmalen hat, kann er die Schüler diese Vorlagen schön gestalten lassen und in der Klasse aushängen.

 

5./6. Stunde

 

Ziel der Stunde: Basteln der Ostergeschenke, Schreiben der Osterkarten

 

Für diese Stunde bereitet der Lehrer das Bastelmaterial vor (Bastelpapier, Servietten mit Ostermotiven, kleine Blumentöpfe aus Ton); außerdem wäre es sinnvoll, eine CD mit deutschen Kinderliedern zum Thema "Frühling" mitzubringen (z.B. "Die Jahresuhr" von Zukowski, "Die Vogelhochzeit", "Alle Vögel sind schon da", "Im Märzen der Bauer" - die Palette ist groß).

Die Vorlagen für die Bastelbögen findet man in entsprechenden Geschäften, in Frauenzeitschriften und im Internet.

Der Lehrer gibt den Schülern ein Muster vor, hilft beim Basteln, weil die Feinmotorik bei vielen Schülern nicht gut entwickelt ist und die Kinder mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten arbeiten. Während der Bastelzeit läuft im Hintergrund die Frühlings-CD.

 

Wichtig ist, dass jeder Schüler ein Produkt mit nach Hause nehmen kann - ungeachtet seiner religiösen Zugehörigkeit. Wir basteln keine religiösen Symbole, sondern führen in die landeskundlichen Traditionen ein. An die Tafel schreibt der Lehrer "Frohe Ostern!" Mit diesem Gruß soll jedes Geschenk (ob in Servietten-Technik gestalteter Übertopf oder eine Grußkarte mit gemaltem Osterei oder ein selbst gebastelter Osterhase) versehen werden.



3. Sommerprojekt


Unsere Lieblingssportart Fußball

 

Wir machen eine Wandzeitung


Ziele des Projekts: die Motivation zum Spracherwerb durch Bewegung stärken; die Lexik zum Thema "Sport in Deutschland" einführen und trainieren; die Grammatik (Infinitivkonstruktionen mit um ... zu) üben;  Wissen über verschiedene Regionen Deutschlands und ihre Fußballmannschaften erwerben (Arbeit an der Landkarte Deutschlands)


Dauer des Projekts: 6 Unterrichtsstunden (2 Stunden Sport, 4 Stunden DaF/DaZ)

Zielgruppe: Kinder mit Zuwanderungsgeschichte von 10 bis 18 Jahre




Projektverlauf:


Stunde 1 - Sport

Gerade im Sommer bietet sich die Möglichkeit, im Sportunterricht mit den Kindern auf den Sportplatz zu gehen. Man spielt Fußball in der ganzen Welt, aber gerade in Deutschland ist Fußball die populärste Sportart. Somit kann der Fußball eine Rolle bei der Integration der neu zugewanderten Kinder spielen. In der Regel spielen die meisten Jungen gerne Fußball; für die Mädchen aus den muslimischen Ländern ist es aber oft eine neue sportliche Betätigung, was aber nicht heißt, dass die Mädchen sich nicht gerne am Spiel beteiligten.

In der 1. Stunde erklärt der Lehrer die Spielregeln und bildet Mannschaften. Da die Gruppen in der Regel nicht mehr als 20 Personen umfassen, entstehen zwei Mannschaften. Migrantenkinder, die aus bestimmten Gründen nicht am Spiel teilnehmen können (z.B. wegen Krankheit), sind aufgefordert Handy-Fotos zu machen.


Stunde 2 - Deutsch

In dieser Stunde führt der Lehrer folgende Lexik ein: der Fußball, das Spiel, das Spiel dauert, das Tor, ein Tor schießen, der Schiedsrichter, der Spieler, der Ball, den Ball abgeben, der Fan, das Gras, das Stadion, das Ergebnis, gewinnen/verlieren, das Unentschieden.

Zum Thema passend kann man die grammatische Struktur "Infinitivkonstruktion mit um ... zu" üben. Entsprechende Texte findet man in aktuellen Lehrwerken.

Der Lehrer fordert die Schüler auf, von ihren Erfahrungen/Erlebnissen beim Fußballspiel zu berichten. Die Schüler arbeiten in Gruppen, wenden die eingeführte Lexik an und präsentieren die Ergebnisse, unterstützt durch die Fotos, die die Klassenkameraden in der Sportstunde gemacht haben.


Stunde 3 - Sport

In dieser Stunde benutzt der Sportlehrer aktiv und bewusst die neue Lexik aus dem DaF-Unterricht. Er organisiert das Spiel, indem er gezielt Mannschaften aus Jungen und Mädchen bildet, um den Ehrgeiz bei den Schülern zu wecken. 2-3 Schüler protokollieren als Beobachter den Verlauf des Spiels.


Stunde 4 - Deutsch

Der Lehrer hilft den Schülern bei der Suche und Verarbeitung der Informationen aus dem Internet (aus der Bibliothek) zum Thema "Fußballmannschaften in Deutschland". Die Klasse wird gezielt in 4-5 Kleingruppen eingeteilt, damit in den Quellen Informationen zu verschiedenen Bundesligamannschaften gefunden werden (z.B. Borussia Dortmund, Bayern München, Hamburger SV, Schalke 04, Herta BSC Berlin). Für die Internetrecherche sollten nicht mehr als 15-20 Minuten eingeplant werden.

 

 

 

 

Danach werden die Informationen in den Gruppen ausgewertet. Die Schüler bereiten eine Präsentation im Umfang von 8-12 Sätzen vor. Während der Präsentation zeigen die Schüler an der Landkarte Deutschlands, in welcher Region die jeweilige Mannschaft zu Hause ist.









Stunden 5/6 - Deutsch

In den beiden Stunden erstellen die Schüler ein Poster/eine Wandzeitung zum Thema "Fußball in Deutschland"


  

 Das brauchen die Schüler: 3-4 große Blätter Papier, Buntstifte, Farben, Kleber, Schere, Texte über Fußball in Deutschland

 

 

1.         Die Schüler teilen sich in Gruppen auf. Jede Gruppe 3-5 Personen wählt eine Mannschaft aus, über die sie berichten will.

Beispiel: Unsere Gruppe möchte die Wandzeitung über "Schalke 04" machen. Wir sehen uns die Spiele im Fernsehen an und spielen gerne selbst Fußball. Fußball ist cool! Wir kennen viele Fußballspieler, z.B. Timo Wellenreuther, Klaas-Jan Huntelaar usw.

 

2.         Die Schüler entscheiden in der Gruppe, welche Artikel sie schreiben wollen (3-4 Artikel je 5-10 Sätze pro Zeitung), z.B. „Mein Lieblingsspieler“, „Die Geschichte des Vereins“, „Die beste Mannschaft der Welt“ (unserer Schule).

 

3.         Ein Teil der Schüler malt passende Bilder oder schneidet  Illustration aus dem vorhandenen Material aus.

 

4.         Jede Gruppe erstellt ihre Wandzeitung und bereitet die Präsentation vor (8-15 Sätze).

5.         Die Wanzeitung/das Poster wird in der Klasse vorgestellt und auf der Homepage der Schule publiziert.


4. Herbstprojekt


Pflanzen der neuen Heimat


Projektziele: Kennenlernen neuer Baumarten; Erabeitung des Themas entsprechend der Biologie-Lehrpläne; Motivierung für das Fach Biologie und für den Umweltschutz; Erwerb der fachsprachlichen lexikalischen Einheiten und der typischen syntaktischen Konstruktionen

Dauer des Projekts: 8 Unterrichtsstunden

Zielgruppe: Zuwandererkinder von 10-13 Jahren


1./2. Stunde

Der Lehrer schlägt den Schülern vor, mit ihm auf den Schulhof zu gehen und die Natur (Bäume, Gras, Blumen) zu beobachten. Dabei ist es unerheblich, ob die Schüler erst unlängst eingewandert sind oder schon länger hier beschult werden; man muss die Kinder auf die Besonderheiten des Jahreszeitenwechselns hinweisen. Oft ist dem Lehrer  nicht bewusst, wie viele neue Eindrücke die Kinder verarbeiten müssen, die mit Natur und Klima der neuen Heimat verbunden sind. Ein gutes Beispiel dafür ist der Verfärben des Laubs und der Blätterfall im Herbst.

Die Schüler sammeln jeweils 10 verschiedene Blätter und sortieren sie anschließend in Gruppenarbeit nach Farbe und Form.

Neue Lexik: das Blatt, das Laub, sammeln, die Farbe, rot, gelb, braun, orange, die Kastanie, der Ahorn, die Eiche, die Platane, die Birke, der Stil, die Rinde, sich unterscheiden.

Hausaufgabe: die mitgebrachten Blätter trocknen


3./4. Stunde

Die Schüler lesen einen Lehrbuchtext (Biologie Klasse 5), z.B. "Laubbäume nach Blättern bestimmen" laut vor. Die Lexik wird analysiert und in die Muttersprachen übersetzt (z.B. im Vokabelheft oder als Wortkarte).


Ballspiel: mit oder ohne Artikel

Der Lehrer kann ein Ballspiel mit der neuen Lexik vorschlagen: er nennt ein Nomen ohne Artikel, z.B. Laub, und wirft den Ball einem Schüler zu. Wer den Ball fängt, nennt das Wort mit dem Artikel: das Laub, und wirft den Ball dem Lehrer zurück.

Wettbewerb: Wer bildet die meisten Sätze?

Anschließend arbeiten die Schüler zu zweit, denken sich Sätze mit den neuen Wörtern aus und präsentieren sie vor der Klasse. Das Paar mit den meisten Sätzen wird als Gewinner ausgezeichnet.


hier ist ein Beispiel dt.-portugiesisch

 

 

 

 


5./6. Stunde

Die Schüler erstellen in Gruppen Mappen mit Herbarien. Jedes Kind klebt seine Blätter auf und beschriftet sie. Sie malen die Blätter und beschriften die Details.

Die besten Seiten werden von den Gruppenmitgliedern ausgesucht und in das Gruppenherbarium aufgenommen.

Jede Gruppe bereitet die Präsentation des Herbariums vor und stellt ihr Produkt in monologischer Form vor (5-10 Sätze).

Die Mappen werden vom Lehrer eingesammelt, korrigiert und benotet.


7./8. Stunde

Die letzten zwei Stunden werden dem Aufbau einer kleinen Ausstellung gewidmet. Sie wird fotografiert und mit einem kurzen Schülerkommentar versehen ins Internet gestellt.