Interkulturelles Horoskop 2020
Nun hat das Neue Jahr 2020 begonnen und, wie auch 2019, machen wir einen Versuch der eigenen Interkulturellen Prognose.
Also, was bereitet uns das Neue Jahr? Woher kommen die Hypothesen? In verschiedenen Kulturen hat das neue Jahr verschiedene Bezeichnungen und beginnt zur unterschiedlichen Zeiten. Europa lebt nach dem Gregorianischen Kalender, das Neue Jahr beginnt im Winter, am 1. Januar 2020, im Sternzeichen des Steinbocks.
Die Numerologen verbinden mit der Zahl 2020 den Beginn einer neuen Epoche. Die Zahl 4 (20+20= 40, die Null wird nicht mitgerechnet) gilt im Allgemeinen bei den Numerologen als keine glückliche Zahl. Vergleichen Sie mit der 13 (1+3=4)! Manche Hotels haben keine 13. Etage und kein Zimmer Nummer 13, weil die Gäste die Unglückszahl nicht mögen und dort nicht wohnen wollen. Nun können wir ja nicht sagen: oh, eine unglückliche Jahreszahl, da leben wir halt nicht mehr oder wir überspringen einfach das Jahr. Wir können ja nichts aufheben! Das ist nun mal unser Leben, deshalb lassen wir uns nicht von der Magie der Zahl 4 irritieren! Man soll bereit sein, dass dieses Jahr einige ernsthafte Probleme, Verluste und Turbulenzen für jeden von uns vorsieht. Zudem ist das Jahr 2020 ein Schaltjahr, was im Prinzip die Sache nicht leichter macht. Im Volksmund sagt man "Schaltjahre bringen Pech"! Also suchen wir nach passenden Lösungen für die Probleme und tragen alle Schicksalsschläge mit Fassung und Geduld! Es wird irgendwann besser!
In Süd-Ostasien beginnt das neue Jahr am 25. Januar. Im chinesischen Kalender tragen alle Jahre im 12-Jahreszyklus einen bestimmten Tiernamen und werden mit einer Farbe und einem Element verbunden. Das heißt konkret für dieses Jahr: das Jahr der weißen Metallratte. Im Unterschied zu Europa, wo die Farbe Weiß für Reinheit und Vollkommenheit steht, ist im asiatischen Kulturkreis "Weiß" die Farbe der Trauer und der Kälte. Nun ja... Metall steht für Widerstand, Aggression und scharfe Konflikte, aber auch für Geld! Aufgepasst: bei den Geldanlagen und Investitionen, die durchaus im Jahr 2020 sinnvoll und erfolgreich sein werden, bitte vorsichtig sein und auf missgünstige Menschen achten. Und die Ratte? Was verbinden wir mit diesem Tier? Die Ratte bringt Krankheiten und Infektionen mit, verbreitet Schädlinge, vernichtet die Ernte. Das chinesische Kalender ist mit Jahrtausend langen Beobachtungen des Klimas verbunden und sagt uns voraus, dass das Jahr der weißen Metallratte ein ziemlich kaltes und nasses Jahr sein wird, trotzdem mit ausgesprochenen Trockenperioden in manchen Regionen, auch Heuschreckenplage können auftreten.
Gibt es denn gar nichts Positives über die "Ratte" zu berichten? Doch! Die Ratten sind ausgesprochen nützliche und kluge Tiere, die den Menschen seit vielen Jahren helfen, neue Medizinpräparate zu testen. Man kann als Forscher positiv und als Tierfreund vielleicht ganz negativ zu den Tierversuchen stehen, Tatsache ist aber, dass Ratten uns Menschen seit Jahrzehnten wirklich, wie kein anderes Tier, helfen! Und die Ratten finden einen Ausweg aus jedem schwierigen Labyrinth. Außerdem sind Ratten ausgesprochen Familientiere, die sich rührend um ihren Nachwuchs kümmern. Was heißt das für uns? Wenn Sie in diesem Jahr eine Familie gründen wollen, wird es ein Bündnis auf Dauer sein, und die Kinder, die in diesem Jahr geboren werden, machen die Familie stärker.
Im europäischen Horoskop entspricht das Zeichen der Ratte dem Zeichen des Schützen. Und Schützen haben immer sehr große Erfolgschancen im Leben!
Im slawischen Kalender heißt das Jahr 2020 das Jahr der netzwebenden Spinne. Ist ja auch nicht gerade positiv... Die Spinne ist ein Einzelgänger, der seine Netze webt, um Beute anzulocken. Also, wenn Sie individuell aktiv und produktiv arbeiten können, werden sie auch mit reichem Gewinn rechnen können. Die chinesische "Ratte" widerspricht nicht der russischen Spinne - rechnen sie in diesem Jahr nur auf sich und die eigene Familie, investieren Sie geschickt, legen Sie Vorräte von Medikamenten an, und das Glück wird auf ihrer Seite sein!
Und was ist mit der Politik? Wagen wir hier auch eine Vorhersage: die Rolle Israels wird weiter im Nahen Osten und der ganzen Welt steigen, die Zahl 4 lässt vermuten, dass das gewohnte G7-Format eher zu G4 wird. Die Großmächte: USA, Russland, China und England werden an Einfluss gewinnen. Vielleicht kommt ja noch eine 5 dazu! 4+1 - damit es mehr Erfolg verspricht!
Auf jeden Fall wünschen wir ihnen Glück, Frieden und Gesundheit. Und passen Sie gut auf sich und Ihre Familie auf in diesem komplizierten, aber spannenden Jahr!

Aktuelles

Webinar "Struktur und Inhalt einer Lektion des Lehrwerkkomplexes Wunderkinder plus im Kontext der interkulturellen Didaktik"

Moskau 16.04.2019

 

Im Studio des Verlags "Prosvescenie" wurde in Moskau ein Webinar mit Frau Dr. Jakovleva-Schneider aufgezeichnet und publiziert. Die Verlagsautorin präsentierte das neue Lehrwerk und antwortete auf Fragen von Zuschauern. Das Webinar kann auf youtube angesehen werden. Der Weg zu diesem Film führt über die Homepage www.prosv.ru und die Menüpunkte "nemeckij jazyk" und "webinar".




Fortbildungsseminar für russisch Deutschlehrkräfte

Moskau 18.04.2019

Zu einem ähnlichen Thema führte Dr. Jakovleva-Schneider in Moskau ein Fortbildungssemianr durch. Die Lehrkräfte waren begeistert, die Autorin ihrer Lehrwerke live zu erleben und die Gelegenheit zu bekommen, direkt Fragen zu stellen und Anregungen zu geben.



XVI. Internationales Kulturfestival "BLUMEN RUSSLANDS"

Düsseldorf 2019

Im Rahmen des Kulturfestivals fand am 12.04.2019 ein Runder Tisch zum Thema "Soziokulturelle und kulturologische Kompetenzen beim Erlernen von Russisch als Fremdsprache" statt.

Frau Dr. Jakovleva-Schneider war eingeladen, zum Thema "Erweiterung der lexikalischen und grammatischen Kenntnisse bei der Arbeit mit fiktionaler Literatur" zu sprechen. Sie veranschaulichte ihre Aussagen durch Bezug auf das Beispiel "Der Mantel" von Nikolaj Gogol. Ihr Beitrag stieß auf eine  große Resonanz, was sich an der anschließenden längeren Diskussion ablesen lässt.




didacta 2019 (19. Februar - 23. Februar)

Köln


Die größte jährliche Bildungsmesse, die "didacta", findet 2019 wieder in Köln statt. Sie bietet Lehrern, Dozenten, Lehrwerk-autoren und Didaktikern eine besondere Möglichkeit, sich hinsichtlich aktueller Tendenzen in der Theorie und Praxis der Pädagogik zu orientieren, Meinungen auszutauschen, an Diskussionen teilzu-nehmen. Das Angebot an digitalen Medien, an Lehrbüchern, Spiel- und Bastelmaterial ist für den Besucher riesengroß.

 

 

 

 


Deshalb ist es für Ljubov Jakovleva-Schneider als Lehrwerkautorin sehr wichtig, bei dieser Gelegenheit persönlich mit den Pädagogen in Kontakt zu kommen, um die Fragen zu ihren Lehrwerken zu beantworten und Anregungen aus der Praxis aufzuneh-men. Auch dieses Jahr wurde in Köln die Reihe "Приглашение к чтению" vorgestellt zum Thema "Russische Lektüre für den modernen Fremdsprachenunterricht". Die Lektürebände mit den dazugehörenden Lehrerhandreichungen sind lesefreundlich gestaltet und garantieren eine effiziente Unterrichtsvorbereitung.


Interkulturelles Jahreshoroskop 2019


 

 

 

 

 

    

     Foto: Deutsche Schule Peking, didacta 2019

Eine nicht ganz ernste Vorhersage

Am 1. Januar hat das Neue Jahr 2019 begonnen.
Aber nicht für alle Kulturen zur gleichen Zeit!
Bedenken wir mal, dass die Vertreter der moslemischen, jüdischen, buddhistischen und mancher anderer Religionen den Jahresanfang zur unterschiedlichen Zeit begehen. Nicht nur die Monatsnamen unterscheiden sich, sondern auch die gesamte Zeitrechnung. So schreiben zum Beispiel 2019 (nach Christi Geburt) die Moslems das Jahr 1440 und die Juden - 5779!

Aber in Europa ist der Jahresbeginn seit mehreren Jahrhunderten nun mal am 1. Januar.
Versuchen wir, einen kurzen Überblick der interessantesten interkulturellen Jahrestendenzen zu bekommen.

Was sagt uns denn die europäische Astrologie über das Jahr 2019?

Eigentlich waren früher besonders die persischen Astrologen für ihre genauen astronomischen Beobachtungen berühmt. Nun haben die Europäer ihre eigene astrologische Schule gegründet, sozusagen ein Nachfolgemodell. Die europäischen Astrologen verbinden die Kenntnisse der Römer und Griechen über die Planetenbewegung mit der traditionellen Weisheit des Orients. Wie wirkt sich die Bewegung der Sterne auf die Natur und das Leben der Menschen auf dem Planet Erde 2019 aus?


Also, los geht es:
Die Sonne - der Stern, der die Existenz der Erdbewohnern bestimmt - nimmt in diesem Jahr die dominante Position am Himmel ein und unterdrückt den negativen Einfluss mancher anderen Planeten, vor allem des kriegerischen Mars. Das heißt mit anderen Worten, dass wir keine größeren Kriege zu befürchten haben und auch manche regionalen Konflikte nicht mehr so intensiv ausgetragen werden.
Auch die politische Aggression nimmt ab, obwohl die allgemeine Unzufriedenheit der Bevölkerung mit den Politikern, die das Volk nicht ernst nehmen, weiterhin wachsen wird. Die Konstellation Uranus - Neptun schafft für das ganze Jahr, vor allem für die Monate Januar und Februar, eine etwas depressiv-melancholische Stimmung, wird aber im Frühling und besonders im Sommer durch den starken Sonneneinfluss zum größten Teil aufgehoben.
Die Sonne-Neptun-Konstellation beschenkt uns mit einem Jahr, wo sich die Elemente Wasser, Feuer und Erde im Einklang befinden. Einfacher formuliert heißt das, dass wir weder starke Trockenheit, noch maßlose Überflutungen zu befürchten haben. Der viele Schnee im Winter füllt im Frühling die Flüsse, so dass die Erde im Sommer und im Herbst reichlich ernährt wird und gute Ernte beschert.


Na, wenn das keine schöne Prognose ist!


Vorsichtig muss man nur mit großen Erwerbungen sein. Merkur schwächelt ein bisschen, man muss ja nicht jedem vertrauen. Also - Kontrolle ist in diesem Jahr alles!

Und Jupiter schenkt uns das Wort des Jahres: Gerechtigkeit!


Zu den Glückskindern des Jahres zählen alle Wasserzeichen (Fische, Krebs und Skorpion), der Löwe und der Stier.
Ja, und was ist mit den anderen Kulturen?

Das chinesische Neujahr feiert man am 5. Februar.

Im chinesischen (japanischen, koreanischen) Kalender steht das Jahr 2019 im Zeichen des Schweins (des Wildschweins). Nach einer alten Legende hatte Budda zwölf Tiere zu sich eingeladen. Das Schwein kam als letztes, als 12. Gast.
Die Menschen in Asien haben schon seit mehreren Jahrhunderten gemerkt, dass die Jahre im Verlauf der Zeit gewisse Merkmale aufweisen. Manche Jahre sind konstruktiv und die Menschheit erlebt einen Kreativitätsschub, manche sind voll Leid, Krankheit oder Krieg, wieder andere bescheren größeren Wohlstand oder im Gegenteil Hungersnot. Die jahrhundertelangen Beobachtungen hat man mit dem Einfluss der Naturelemente (Erde, Wasser, Feuer, Holz, Metall) verbunden, aber auch mit bestimmten Farben. Diese Elemente-Farbkombination ist immer für 2 Jahre gültig.

Auch mit dem Benehmen und den typischen Charaktereigenschaften bestimmter Tiere verbindet die buddhistische Tradition den Charakter des Jahres. Also ist das Jahr 2019 das Jahr des gelben Erdschweins.
So schließt sich der zwölfjährige Jahreszyklus. Und was ist das für ein Tier? Was hält es für uns Menschen bereit?
Das Schwein ist in vielen Kulturen das Symbol für Glück, Wohlstand und Erfolg. "Schwein gehabt", sagen wir über die Menschen, die es geschafft haben. Also, wenn Sie nicht faul sind, bereitet das Schwein auch für Sie mehrere angenehme materielle Überraschungen. Keine Geschenke, aber verdiente Belohnungen im beruflichen und finanziellen Bereich! Das Schwein ist im Prinzip ein gutmütiges und naives Tier, was alles mit sich machen lässt. Aber Vorsicht! Respektlosigkeit und Ungerechtigkeit verzeiht es nicht... Also werden die Rechten ihr Recht bekommen und die Blender kriegen die Rechnung!
"Gelb" steht in China für Sonne, Wärme, Geld und Gold, und das Element Erde - für Beständigkeit, Zuversicht und Entschlossenheit.
Der Einfluss Chinas als Staat wird in diesem Jahr weiter wachsen, auch die Weltwirtschaft wird das zu spüren bekommen.
Also, das ganze Jahr über auf dem Boden der Tatsachen bleiben! Nicht versuchen, jemanden hinters Licht zu führen, sondern sich entspannt auf die Suche nach neuer guter Nahrung machen!

In Thailand steht das Jahr 2019 im Zeichen des Elefanten.

Auch dieses Tier verkörpert in vielen asiatischen Kulturen Glück. Hinzu kommen Stärke, Fleiß, gute Teamarbeit und Familiensinn. Der Elefant besitzt ein gutes Gedächtnis und ist nachtragend. Das heißt, weniger Gemeinheiten machen, denn die Fehler dieses Jahres sind später schwer auszubügeln!

Im slawischen Horoskop gehört dieses Jahr, das bei vielen orthodoxen Christen am 14. Januar beginnt, dem "schwebenden Adler".

Der Adler steht für Macht, Weitblick, Wohlstand und Schönheit. Die Autorität Russlands auf der politischen und wirtschaftlichen Weltbühne wird 2019 weiter wachsen. Die Staaten, die den Adler als Wappentier haben, werden zueinander finden und neue gemeinsame Wege beschreiten!

Also, wie Sie sehen, alle Horoskope sagen uns ein friedliches, ruhiges, fruchtbares Jahr voraus, wo derjenige belohnt wird, der es verdient hat.

Und noch ein bisschen Numerologie: 2019 = 2 + 0 + 1 + 9 = 12 = 1 + 2 = 3. Die „3“ ist die beste Zahl. Sie steht für Glück, Frohsinn, Einheit. In der christlichen Religion ist die „3“ eine heilige Zahl und steht für die Dreifaltigkeit. Wie man sagt: Alle guten Dinge sind drei!

Genießen Sie 2019, so ein schönes Jahr kommt wieder erst in 60 Jahren!!!



Rückblick

Brief der Schulministerin Sylvia Löhrmann an Frau Dr. Jakovleva-Schneider.

"Es ist großartig, Sie an unseren Schulen wirken zu wissen", schreibt die Ministerin des Landes NRW, nachdem sie das Buch "Rumi, Sunshine und Said" gelesen hat.














 

 

 

 
















Neu erschienen

 

über uns:

Neue Schule nur für Zuwanderer entsteht in Essen-Steele. In: WAZ vom 15.01.2016

Schulpflicht für Flüchtlinge: Woher kommst Du? In: Handelsblatt vom 27.09.2015

 

Unverzagt ins Unbekannte. Artikel im Campus: Report. Universität Duisburg-Essen. Nr. 2/2015 (Juli/August)

 

Flüchtlingskinder für den Unterricht fit machen. In: Die Welt vom 1.4.2015 

 

von uns

(Januar 2019)

Ljubov Jakovleva: Wunderkinder plus. Arbeitsbuch für die 5. Klasse













(Juni 2017)


Ljubov Jakovleva-Schneider: Wunderkinder Bd. 5. Deutsch als Fremdsprache. Lehrbuch,  Lehrerhandbuch. Verlag Prosvescenie. Moskau 2017













(Dezember 2015): 

 

Ljubov Jakovleva-Schneider: Erfahrungenund Anregungen aus der Praxis. Am Beispiel der Seiteneinsteiger-Förderung am Gymnasium Essen Nord-Ost

In: Claudia Benholz, Magnus Frank, Constanze Niederhaus (Hrsg.)
Neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler – eine Gruppe mit besonderen
Potentialen.
Beiträge aus Forschung und Schulpraxis
Münster: Waxmann, 2015

 

 

 (Juni 2015):